20 Minuten am Sonntag: So ordnet eine Wochenplanung die ganze Woche
Mit 20 Minuten Planung am Sonntag legen Sie fest, was Ihre Woche bringen soll, bevor andere es tun. Der Ablauf in vier Schritten und eine Faustregel, damit der Plan hält.

Manche Wochen passieren einfach. Termine kommen dazu, Anfragen werden dringend, und am Freitag ist unklar, wo die Zeit geblieben ist. Eine kurze Planung am Sonntag ändert das.
Warum vor dem ersten Termin
Wer die Woche erst am Montagmorgen plant, plant unter Druck. Jede E-Mail drängt sich vor, jeder Anruf wirkt wichtig. Am Sonntag ruft kein Kunde an, und kein Mitarbeiter hat eine Frage. Sie sehen die Woche von außen statt aus dem Getümmel heraus.
Dazu kommt ein zweiter Vorteil. Offene Punkte stehen danach auf Papier und kreisen nicht mehr im Kopf. Sie wissen schon am Sonntagabend, womit der Montag beginnt.
Halten Sie den Termin klein und fest: gleiche Zeit, gleicher Platz, eine Tasse Kaffee dazu. So wird die Planung zur Gewohnheit, die kaum Kraft kostet. Sie wollen den Sonntag ganz frei halten? Dann planen Sie am Freitagnachmittag. Wichtig ist nur, dass der Plan steht, bevor der erste Termin der Woche beginnt.
Die 20 Minuten in vier Schritten
- Sammeln (Minute 1 bis 5). Holen Sie alles zusammen, was offen ist: Zettel, Notizen im Telefon, markierte E-Mails, Zusagen aus Gesprächen. Schreiben Sie alles auf eine Liste. Sortieren Sie noch nicht. Was nicht auf der Liste steht, fällt Ihnen sonst am Dienstag zwischen zwei Terminen ein.
- Termine prüfen (Minute 6 bis 10). Gehen Sie jeden Termin der Woche durch. Was müssen Sie vorbereiten? Welcher Termin ist überflüssig? Merken Sie ihn vor und sagen Sie ihn am Montag als Erstes ab. Achten Sie auch auf Fahrzeiten und auf genug Luft zwischen den Terminen.
- Drei Ergebnisse festlegen (Minute 11 bis 15). Welche drei Ergebnisse machen diese Woche zu einer guten Woche? Prüfen Sie dabei zwei Dinge: Was bringt Ihr Unternehmen voran? Was wird teuer, wenn es liegen bleibt? Schreiben Sie Ergebnisse auf, keine Tätigkeiten: „Angebot für den Neubau ist verschickt“ statt „am Angebot arbeiten“.
- Zeit reservieren (Minute 16 bis 20). Tragen Sie für jedes Ergebnis einen festen Block in den Kalender ein, mit Tag und Uhrzeit. Legen Sie die Blöcke in die Stunden, in denen Sie am besten arbeiten. Behandeln Sie sie wie einen Kundentermin. Was keinen Platz im Kalender hat, bleibt ein Wunsch.
Was keinen Platz im Kalender hat, bleibt ein Wunsch.
Nach dem vierten Schritt legen Sie den Stift weg. Wer länger plant, verliert sich schnell in Einzelheiten.
Was nicht in den Plan gehört
Ein Wochenplan ist kein Stundenplan. Wer jede halbe Stunde verplant, liegt am Dienstag schon zurück. Denn jede Woche bringt Unerwartetes: Rückfragen, Reklamationen, einen Auftrag, der plötzlich eilt. Deshalb gilt die Faustregel: Verplanen Sie höchstens die Hälfte Ihrer Arbeitszeit fest. Die andere Hälfte bleibt frei für das, was kommt.
Kleinigkeiten bekommen keinen eigenen Eintrag. Bündeln Sie Rückrufe, Ablage und Bestellungen in einem Block, etwa am Freitagmittag. Auch fremde Aufgaben gehören nicht hinein. Was andere erledigen können, geben Sie am Montag ab. Im Plan steht dann nur, bis wann Sie eine Rückmeldung brauchen.
Private Termine gehören dagegen in den Plan: der Elternabend, das Training, der Geburtstag. Sonst verplanen Sie diese Zeit doppelt.
Am Mittwoch nachsteuern
Kaum ein Plan übersteht die Woche unverändert. Nehmen Sie sich deshalb am Mittwoch fünf Minuten. Sehen Sie auf Ihre drei Ergebnisse. Liegen Sie im Plan? Wenn nicht, klären Sie eine Frage: Was lassen Sie weg, damit wenigstens das wichtigste Ergebnis bis Freitag fertig wird?
Am Ende der Woche zählen Sie, wie viele der drei Ergebnisse Sie erreicht haben. Schaffen Sie regelmäßig nur eines, planen Sie zu viel. Dann reichen zwei Ergebnisse statt drei.
Was mit dem Rest der Liste passiert
Die Liste vom Sonntag enthält mehr, als in eine Woche passt. Das ist normal. Werfen Sie sie trotzdem nicht weg. Was diese Woche nicht drankommt, wandert auf die Liste der nächsten. Steht eine Aufgabe drei Wochen hintereinander darauf, entscheiden Sie: erledigen, abgeben oder streichen. So wächst die Liste nicht endlos, und nichts geht verloren.
Nach vier Sonntagen kennen Sie Ihre Wochen besser. Sie wissen, was Sie wirklich schaffen und wo Ihre Zeit bleibt.
Dieser Beitrag entstand mit Unterstützung von KI.



